Ein paar letzte Worte aus Tanzania

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Ich hatte ja mal großspurig angekündigt, jeden Monat hier einen Bericht für euch zu veröffentlichen. Doch seit dem letzten Bericht sind schon fast zwei Monate vergangen. Und so sind dies auf einmal die letzten Zeilen aus Tanzania, bevor ich morgen mit dem Emiratesflug EK726 zuerst nach Dubai und anschließend nach neun Stunden Aufenthalt mit EK059 weiter nach Hamburg fliege. Dort treffe ich nicht nur meine liebe Familie wieder, sondern nach 26 Stunden Trennung auch Marie. Selbige ist auch der Grund dafür, dass ich euch

  1. solange im Informationsdunkel gelassen habe,
  2. dieser Artikel in der 1. Person Plural geschrieben ist und
  3. der Text ein Gemeinschaftswerk ist.

Marie hingegen hebt erst Donnerstag Früh mit KLM und Kenya Airways um 5:10 Uhr von Dar Es Salaam ab und trifft nach Zwischenstopps in Nairobi und Amsterdam abends in Hamburg ein. (Anm. d. Red.: So erklärt sich die Sache mit den 26 Stunden.) Weiterlesen »

Ungeplantes

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Afrika ist ja nicht als der Kontinent bekannt, auf welchem allzu viel geplant wird. Vieles, was in der letzten Zeit passiert ist, hatte ich auch nicht so geplant. Eigentlich dachte ich mir, mich in Mwanza während meines Urlaubs gut zu entspannen und erholt in meine letzten 1,5 aktiven Arbeitsmonate für FDB zu starten. Noch dies und das zu Ende bringen und die Zeit so sinnvoll wie möglich nutzen.
Es kam anders. Ganz anders. Dabei hätte ich die „Planerfüllung“ ehrlich bevorzugt. Denn wie es alternativ gelaufen ist, war wenig erfrischend und letztlich bin ich in der Tiefphase meines Jahres in Tanzania gelandet.

Von Anfang an:

Alles began mit dem Beginn meiner Ferien, wo mich am vierten Tag das erste Unglück in Form eines Überfalls meines Mitreisenden Mohammed’s um Kamera, Urlaubskasse, Handy, MP3 Player und Ersatzbatterien brachte. Die Geschehnisse im einzelnen habe ich bereits im kleinen Urlaubsabriss geschildert.

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Urlaubsabriss

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Wie soll man ein derart aergerliches Thema spannend und doch nicht zu dramatisch einleiten?
Ich bin fuer: kurz und schmerzlos. Ich wurde ausgeraubt.
Um ein potentielles “Ohhhh Nein!!! Lebst du noch?” nicht zu der brennensten Frage werden zu lassen. Ja! Ich bin okey.
Fangen wir aber, wie es sich gehoert, am Anfang an.

Reisen und Kennenlernen
Am 10. Juni brach ich mit dem Bus von Scandinavia Express Service Ltd. in meinen Urlaub auf; nach Dodoma, die Landeshauptstadt Tanzanias. Waehrend der Reise lernte ich  einen netten Herren names Mohamed kennen. Gemeinsames Reisen ist einfach einfacher und netter und darum haben wir eben dies getan.

Die Unterkuenfte in Dodama waren gut gefuellt, da momentan die Bunge, das Tanzianische Parlament tagt. Nach einiger Suche offenbarten sich dann aber freie Zimmer im DM Hotel. Die beiden Abende dort haben Mohamed und ich gemeinsam verbracht. Weiterlesen »

Alles neu macht der Mai

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Eins zwei drei im Sauseschritt, rennt die Zeit und wir rennen mit. Und so brauchte es wieder mehr einen Monat, bis ich euch hier diesen Artikel präsentiere.
Wenn es so bei diesem Rhythmus bleibt, dann werdet ihr ungefähr drei bis vier weitere hier lesen können und dann ist das Jahr in Tanzania vorbei. Langsam beginnt die Planung, was ich noch machen will, was noch passieren soll. Nächste Woche beginnt der Urlaub mit Bahnreise nach Mwanza an den Lake Victoria und an den Lake Tanganyika in das Städtchen Kigoma. Vielleicht mit kleinem Zwischenstop in der theoretischen Hauptstadt Dodoma. Danach will ich einige ältere Projekte, wie etwa die Regenrinne oder den Volunteerschrank (mehr darüber etwas weiter unten) zu einem guten Ende bringen.
Wenn ab August Marie hier ist, machen wir einen knappen Monat gemeinsam Urlaub, bevor es Anfang September heißt Abschied nehmen, am 9. in das Flugzeig klettern und am 10. wieder in Deutschland sein.
Zurück aus dem Zukunftsausblick in die Gegenwart und nähere Vergangenheit und zu diesem meinem nächsten (bebilderten!) Bericht.

Viel Freude am Lesen von diesem Arbeitsplatz aus:
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Zanzibar

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28 Seiten Tagebuch habe ich während meiner sieben Tage auf Unguja gefüllt. Vielleicht klappt es mit dem Auszug und einigen Bildern etwas von dem nicht unbesonderen Zanzibar-Flair rüberzubringen.

Zu Beginn muss die Begrifflichkeit Zanzibar geklärt werden. Genau genommen bin ich auf die Insel Unguja gereist – allgemein und weit bekannt als Zanzibar. Es ist nicht verkehrt, wenn man Zanzibar sagt. Jedoch meint es nicht nur die Insel Unguja, sondern das nicht ganz so berühmte Eiland Pemba sowie einige dutzend weiterer Inselchen. Zanzibar ist eine Verwaltungseinheit und nicht der Name einer speziellen Insel. Um Menschen, die diesen ersten Absatz versehentlich überlesen haben im weiteren Verlauf nicht zu verwirren, bleibe ich bei dem ungenauen, aber keinesfalls falschen Wort Zanzibar.

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Überschriftsfreier bebilderter 1642 Wörter enthaltender Bericht

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Ich wollte mich nicht noch mal dazu hinreißen lassen, mich über das Vergehen und Vor-sich-hin-rasen der Zeit auslassen. Nur – ich komme nicht umhin. Es ist die einzige Rechtfertigung dafür, dass ich schon wieder mehr als einen Monat ohne nennenswerte Einträge an dieser Stelle vergehen ließ. Wenn die Zeit langsamer vergehen würde, dann hätte ich mehr von ihr und könnte euch mehr mit Tanzania-Geschehnis-Beschreibungen beglücken. In der Theorie zumindest.
Zu meiner Entschuldigung: Ich habe viel geschrieben in den letzten zwei Wochen, weil der zweite Brief an FöderInnen und FreundInnen fertig werden musste. Zwölf Seiten intellektuell anspruchsvolle Lektüre. Den ersten Brief von Mitte Januar werdet ihr in den nächsten Tagen, bevor ich mich zu meinem Zanzibar-Urlaub aufmache, hier frei verfügbar lesen können.

Auf jeden Fall freue ich mich, dass es nun mal wieder geklappt hat und wünsche Freude am Lesen und Gucken, denn diesmal gibt es die Bilder integriert.
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Arbeitsgeschehen – Teil 2 des ausführlichen Berichts für Januar/Februar

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Da ist schon wieder Ende Februar und ich bereits fünf Monate in Tanzania. Was so “auf Arbeit” bei FDB und auf dem Zwischenseminar ging und geht, das ist das heutige Thema. Also, Ohren gespitzt und fein zugehört, bzw. gelesen. Zuschauen ist nicht nötig, denn ich schaffe es in diesem Augenblick nicht, die Bilder von meiner Kamera zu holen. Gebt mir eine Woche, um sie nachzuliefern. Danke. Vielen Dank.

Meine Friends

Ja, Friends of Don Bosco. Gelangweilt haben wir uns nicht. Mehrere Einheiten Büroarbeit haben wir Volunteers erledigt, denn es gibt ernsthafte Bemühungen einen festen Sponsor zu finden, der verlässlich einen Teil oder vielleicht sogar sämtliche laufende Kosten übernimmt. Es galt also ansprechende Briefe an die Organisationen in Great Britain zu schreiben, ein vernünftiges sachliches Profil zu verfassen, eine komplette Kalkulation sämtlicher Kosten zu erstellen. Gerade das Zusammensammeln der nötigen Daten war schwierig und langwierig, weil es niemanden mit einem Gesamtüberblick gibt. Weiterlesen »

Außerarbeitliches Geschehen – Teil 1 des ausführlichen Berichtes für Januar/Februar

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Ich komme nicht raus aus dem Staunen, mit welch unglaublicher Geschwindigkeit mein Jahr in Tanzania verfliegt. Schon habe ich wieder fast einen Monat lang nichts ausführliches auf meinem blog (das Ding was ihr hier lest) berichtet die Hälfte der Zeit ist fast vorbei. Ich werde mich wohl damit abfinden müssen. Aber es ist dennoch immer wieder eine interessante Erkenntnis, dass Weihnachten schon mehr als ein-einhalb Monate weg ist und wie viel bei FDB seit dem schon wieder passiert ist. Allerdings: um Arbeitsdinge soll es in diesem Teil 1 (s. Überschrift) nur am Rande gehen. Um meine Leserinnen und Leser nicht zu überstrapazieren veröffentliche ich ersteinmal einen mehr auf das Leben außerhalb von FDB und Zwischenseminar fixierten Artikel. Ein zweiter zu meinem Lieblingsprojekt und der Seminarwoche erscheint hier in wenigen Stunden bis einigen Tagen.
Genug davon. Los gehts! Weiterlesen »

Nur ein Paket abholen

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Das Zwischenseminar ist vorbei und ich habe schon die ersten Planungen für einen neuen ausführlichen blog-Eintrag fertig, aber da müssen plötzlich in wenigen Tagen ein Profil und ein komplettes Budget und, damit es nicht zu schnell langweilig wird, eine komplette Liste mit allen von FDB unterstützten Menschen aus dem Boden gestampft werden. Als Grundlage dient eine recht dünne, veraltete und unvollständige Datenbasis, die nebenbei schwerlich zu benutzen ist, weil alle Tabellenkalkulationen nur in Word-Dokumenten geschrieben sind und erstmal mühsam in Excel eingearbeitet werden müssen.

Da ich aber noch eine nette Geschichte aus der Vorweihnachtszeit fertig geschrieben auf meinem USB-Stick schlummern habe, gibt es diese nun als Lückenfüller.


Nur ein Paket abholen

Ein Dienstag in Posta bei der Post: Ich möchte die P.O. Box leeren und eventuelle bereits lange erwartete Pakete abholen. Außerdem steht auf meinem Zettel: einen Herald Tribune für Julius mitbringen, endlich einen unlinierten Briefblock finden, Couscous besorgen und eine USB-Tastatur für FDB kaufen. Dafür habe ich mir etwas mehr als 20.000 TZS mitgenommen und gehe erfahrungsbasierend berechtigter Weise davon aus, dass das ausreicht.

Im Postfach findet sich eine Mitteilung, ein Paket für Julius Plenz sei eingetroffen. Nach je zwei ernüchternden kurzen Zwischenstopps in Schreibwarenläden wandele ich meine Identität und marschiere als Julius Plenz aus Hamburg in die Paketausgabe. Weiterlesen »

Ein Extrem-Januar

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Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde, die Zeit vergeht zu schnell. Ich habe doch erst vor Kurzem einen neuen Artikel verfasst und plötzlich ist dieser auch schon wieder einen Monat alt. Dabei bin ich nicht einmal faul – nein, es fehlt einfach an der Zeit. Ich habe sie mir jetzt, anders geht es ja nicht, einfach genommen.

Über Weihnachten und die umliegenden Feiertage kann und will ich im Moment nicht so viel schreiben. Letztlich war besonders Heiligabend mit den anderen Volunteers bei uns zu hause sehr schön. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, wirklich Weihnachten zu feiern. Also hatte ich am 24. eine tolle Party mit bestem Essen (Kartoffelsalat mit Würstchen, Milchreis, …) und gutem Trinken und tollen Leuten bis morgens um fünf. Aber ich hatte kein Weihnachten. Dazu war es einfach zu anderes, zu warm, zu unbesinnlich. Es ist aber auch nicht so schlimm, ein Jahr mal kein Weihnachten zu haben. Die Chance habe ich ja – so God wishes, wie man hier sagt – schon noch mal.

Vielmehr will ich über diesen Januar schreiben, der in vielerlei Hinsicht einige extreme Erfahrungen bereit gehalten hat. Damit die Stimmung nicht aus Versehen in eine Richtung abkippt, mit einem gewissen Wechsel von netten und weniger netten Dingen.

Der Extremmonat Januar startete unschön. Ich war ziemlich kaputt, verschnupft, müde und nach drei merh als Monaten in Tanzania und durchgehendem Arbeiten ordentlich ausgepowert. Ganz klar eine eher wenig erbauliche Phase, in der ich mich lieber daheim mit (verspäteter) Weihnachtspost befasst habe. Insgesamt war aber klar: eine Pause muss dringend her. Keine Arbeit und möglichst raus aus der Stadt. Als im Volunteerteam ungefragt für Reiseangelegenheiten und -beratung aufgrund des Studiums sämtlicher verfügbarer Travelguides verantwortlicher, regte ich ein verlängertes Ferienwochenende im 200 Kilometer entfernten Morogoro an.

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