Jan 19
Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde, die Zeit vergeht zu schnell. Ich habe doch erst vor Kurzem einen neuen Artikel verfasst und plötzlich ist dieser auch schon wieder einen Monat alt. Dabei bin ich nicht einmal faul – nein, es fehlt einfach an der Zeit. Ich habe sie mir jetzt, anders geht es ja nicht, einfach genommen.
Über Weihnachten und die umliegenden Feiertage kann und will ich im Moment nicht so viel schreiben. Letztlich war besonders Heiligabend mit den anderen Volunteers bei uns zu hause sehr schön. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, wirklich Weihnachten zu feiern. Also hatte ich am 24. eine tolle Party mit bestem Essen (Kartoffelsalat mit Würstchen, Milchreis, …) und gutem Trinken und tollen Leuten bis morgens um fünf. Aber ich hatte kein Weihnachten. Dazu war es einfach zu anderes, zu warm, zu unbesinnlich. Es ist aber auch nicht so schlimm, ein Jahr mal kein Weihnachten zu haben. Die Chance habe ich ja – so God wishes, wie man hier sagt – schon noch mal.
Vielmehr will ich über diesen Januar schreiben, der in vielerlei Hinsicht einige extreme Erfahrungen bereit gehalten hat. Damit die Stimmung nicht aus Versehen in eine Richtung abkippt, mit einem gewissen Wechsel von netten und weniger netten Dingen.
Der Extremmonat Januar startete unschön. Ich war ziemlich kaputt, verschnupft, müde und nach drei merh als Monaten in Tanzania und durchgehendem Arbeiten ordentlich ausgepowert. Ganz klar eine eher wenig erbauliche Phase, in der ich mich lieber daheim mit (verspäteter) Weihnachtspost befasst habe. Insgesamt war aber klar: eine Pause muss dringend her. Keine Arbeit und möglichst raus aus der Stadt. Als im Volunteerteam ungefragt für Reiseangelegenheiten und -beratung aufgrund des Studiums sämtlicher verfügbarer Travelguides verantwortlicher, regte ich ein verlängertes Ferienwochenende im 200 Kilometer entfernten Morogoro an.
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Okt 11
Nun sind sie endlich für euch alle zum Anschauen hier online zu finden: Die Bilder von meinem Regal.
Sep 05
Am 28. August, kurz nach dem Mittagessen war die Entscheidung gefallen. Der Rucksack für meine Reise trägt den klangvollen Namen four seasons adventure 85L.
Aus einer wirklich breiten Angebotspalette, die die Konkurrenz einer kleineren Globetrotter-Filiale nicht zu scheuen braucht, durfte ich mir ein rückenschmeichelndes und gleichzeitig möglichst voluminöses Gerät heraussuchen.
In einem ersten Durchgang blieben acht geeignete Kandidaten übrig. Mit hilfe diverser sinniger und unsinniger Kriterien schrumpfte die Zahl im Laufe des Vormittags weiter und weiter. Am Ende stand army-grüner Riesenrucksack gegen angenehm-navy-schwarzen Kofferrucksack.
Der grüne Giga-Rucksack verlor. Mängel: eigensinniges Schnappverschlusssystem, wenig Polsterung an Becken- und Schultergurt und im Rückenbereich, sowie eine vermutlich eh nicht auszuschöpfende Größe. Ganz nebenbei auch eine nicht sonderlich attraktive Farbgebung.
Gewinner und somit Reisebegleiter ist das four seasons-Modell. Begeistert haben mich: richtig dicke Polster überall, viele Befestigungsringe außen, die Möglichkeit den Rucksack zur Tragetasche umzufunktionieren (einfach das Tragesystem wegzippen und einen Tragegurt anklippen) und als Highlight: ein abnehmbarer Extra-Tagesrucksack. Ansonsten natürlich mit Regenplane, ein unterteilbares Hauptfach, eine innenliegende Netztasche mit Reisverschluss, zwei weitere Klein-Kram-Fächer, …
Bei Globetrotter ist die Hausmarke four seasons gerade in der Fusion zu der neuen Outdoormarke meru. Den Rucksack gibt es in ähnlicher Form unter dem Namen Meru Guide Pack.
Der Rucksack stammt aus dem Nachlass meines im letzten Jahr gestorbenen Patenonkels Kuno. Von daher hat dieses Packgerät nicht nur hervorragende praktische Eigenschaften, sondern vorallem einen großen Erinnerungswert.
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