Jul 11
Afrika ist ja nicht als der Kontinent bekannt, auf welchem allzu viel geplant wird. Vieles, was in der letzten Zeit passiert ist, hatte ich auch nicht so geplant. Eigentlich dachte ich mir, mich in Mwanza während meines Urlaubs gut zu entspannen und erholt in meine letzten 1,5 aktiven Arbeitsmonate für FDB zu starten. Noch dies und das zu Ende bringen und die Zeit so sinnvoll wie möglich nutzen.
Es kam anders. Ganz anders. Dabei hätte ich die „Planerfüllung“ ehrlich bevorzugt. Denn wie es alternativ gelaufen ist, war wenig erfrischend und letztlich bin ich in der Tiefphase meines Jahres in Tanzania gelandet.
Von Anfang an:
Alles began mit dem Beginn meiner Ferien, wo mich am vierten Tag das erste Unglück in Form eines Überfalls meines Mitreisenden Mohammed’s um Kamera, Urlaubskasse, Handy, MP3 Player und Ersatzbatterien brachte. Die Geschehnisse im einzelnen habe ich bereits im kleinen Urlaubsabriss geschildert.
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Jun 18
Wie soll man ein derart aergerliches Thema spannend und doch nicht zu dramatisch einleiten?
Ich bin fuer: kurz und schmerzlos. Ich wurde ausgeraubt.
Um ein potentielles “Ohhhh Nein!!! Lebst du noch?” nicht zu der brennensten Frage werden zu lassen. Ja! Ich bin okey.
Fangen wir aber, wie es sich gehoert, am Anfang an.
Reisen und Kennenlernen
Am 10. Juni brach ich mit dem Bus von Scandinavia Express Service Ltd. in meinen Urlaub auf; nach Dodoma, die Landeshauptstadt Tanzanias. Waehrend der Reise lernte ich einen netten Herren names Mohamed kennen. Gemeinsames Reisen ist einfach einfacher und netter und darum haben wir eben dies getan.
Die Unterkuenfte in Dodama waren gut gefuellt, da momentan die Bunge, das Tanzianische Parlament tagt. Nach einiger Suche offenbarten sich dann aber freie Zimmer im DM Hotel. Die beiden Abende dort haben Mohamed und ich gemeinsam verbracht. Weiterlesen »
Jun 08
Eins zwei drei im Sauseschritt, rennt die Zeit und wir rennen mit. Und so brauchte es wieder mehr einen Monat, bis ich euch hier diesen Artikel präsentiere.
Wenn es so bei diesem Rhythmus bleibt, dann werdet ihr ungefähr drei bis vier weitere hier lesen können und dann ist das Jahr in Tanzania vorbei. Langsam beginnt die Planung, was ich noch machen will, was noch passieren soll. Nächste Woche beginnt der Urlaub mit Bahnreise nach Mwanza an den Lake Victoria und an den Lake Tanganyika in das Städtchen Kigoma. Vielleicht mit kleinem Zwischenstop in der theoretischen Hauptstadt Dodoma. Danach will ich einige ältere Projekte, wie etwa die Regenrinne oder den Volunteerschrank (mehr darüber etwas weiter unten) zu einem guten Ende bringen.
Wenn ab August Marie hier ist, machen wir einen knappen Monat gemeinsam Urlaub, bevor es Anfang September heißt Abschied nehmen, am 9. in das Flugzeig klettern und am 10. wieder in Deutschland sein.
Zurück aus dem Zukunftsausblick in die Gegenwart und nähere Vergangenheit und zu diesem meinem nächsten (bebilderten!) Bericht.
Viel Freude am Lesen von diesem Arbeitsplatz aus:
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Feb 11
Das Zwischenseminar ist vorbei und ich habe schon die ersten Planungen für einen neuen ausführlichen blog-Eintrag fertig, aber da müssen plötzlich in wenigen Tagen ein Profil und ein komplettes Budget und, damit es nicht zu schnell langweilig wird, eine komplette Liste mit allen von FDB unterstützten Menschen aus dem Boden gestampft werden. Als Grundlage dient eine recht dünne, veraltete und unvollständige Datenbasis, die nebenbei schwerlich zu benutzen ist, weil alle Tabellenkalkulationen nur in Word-Dokumenten geschrieben sind und erstmal mühsam in Excel eingearbeitet werden müssen.
Da ich aber noch eine nette Geschichte aus der Vorweihnachtszeit fertig geschrieben auf meinem USB-Stick schlummern habe, gibt es diese nun als Lückenfüller.
Nur ein Paket abholen
Ein Dienstag in Posta bei der Post: Ich möchte die P.O. Box leeren und eventuelle bereits lange erwartete Pakete abholen. Außerdem steht auf meinem Zettel: einen Herald Tribune für Julius mitbringen, endlich einen unlinierten Briefblock finden, Couscous besorgen und eine USB-Tastatur für FDB kaufen. Dafür habe ich mir etwas mehr als 20.000 TZS mitgenommen und gehe erfahrungsbasierend berechtigter Weise davon aus, dass das ausreicht.
Im Postfach findet sich eine Mitteilung, ein Paket für Julius Plenz sei eingetroffen. Nach je zwei ernüchternden kurzen Zwischenstopps in Schreibwarenläden wandele ich meine Identität und marschiere als Julius Plenz aus Hamburg in die Paketausgabe. Weiterlesen »
Jan 19
Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde, die Zeit vergeht zu schnell. Ich habe doch erst vor Kurzem einen neuen Artikel verfasst und plötzlich ist dieser auch schon wieder einen Monat alt. Dabei bin ich nicht einmal faul – nein, es fehlt einfach an der Zeit. Ich habe sie mir jetzt, anders geht es ja nicht, einfach genommen.
Über Weihnachten und die umliegenden Feiertage kann und will ich im Moment nicht so viel schreiben. Letztlich war besonders Heiligabend mit den anderen Volunteers bei uns zu hause sehr schön. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, wirklich Weihnachten zu feiern. Also hatte ich am 24. eine tolle Party mit bestem Essen (Kartoffelsalat mit Würstchen, Milchreis, …) und gutem Trinken und tollen Leuten bis morgens um fünf. Aber ich hatte kein Weihnachten. Dazu war es einfach zu anderes, zu warm, zu unbesinnlich. Es ist aber auch nicht so schlimm, ein Jahr mal kein Weihnachten zu haben. Die Chance habe ich ja – so God wishes, wie man hier sagt – schon noch mal.
Vielmehr will ich über diesen Januar schreiben, der in vielerlei Hinsicht einige extreme Erfahrungen bereit gehalten hat. Damit die Stimmung nicht aus Versehen in eine Richtung abkippt, mit einem gewissen Wechsel von netten und weniger netten Dingen.
Der Extremmonat Januar startete unschön. Ich war ziemlich kaputt, verschnupft, müde und nach drei merh als Monaten in Tanzania und durchgehendem Arbeiten ordentlich ausgepowert. Ganz klar eine eher wenig erbauliche Phase, in der ich mich lieber daheim mit (verspäteter) Weihnachtspost befasst habe. Insgesamt war aber klar: eine Pause muss dringend her. Keine Arbeit und möglichst raus aus der Stadt. Als im Volunteerteam ungefragt für Reiseangelegenheiten und -beratung aufgrund des Studiums sämtlicher verfügbarer Travelguides verantwortlicher, regte ich ein verlängertes Ferienwochenende im 200 Kilometer entfernten Morogoro an.
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