Mai 14
Ja, er ist schon vier Monate alt und ich hätte ihn früher veröffentlichen können. Aber ich bin ja nun auch kein unbeschäfftigter Mensch und daher hat es sich ein wenig verzögert. Kann ja mal passieren, oder? Wie dem auch sei: Los geht’s!
Die ersten drei Monate in Tanzania sind vorbei und damit ist es nun Zeit für meinen ersten ausführlichen Bericht.
Es ist nicht gerade einfach, all die Erlebnisse und Gefühle der letzten Zeit in einem Text zusammenzufassen. Vieles sortiert sich nur langsam, ganz viele Eindrücke sind zwar aufgenommen, aber noch nicht verarbeitet. Ich werde die Differenzen in der Kultur von Deutschland und Tanzania sicher erst wirklich einschätzen können, wenn ich wieder zurück bin.
Genauso schwer ist es, eine Gliederung zu finden und sich in mancherlei Hinsicht zu beschränken, um den Bericht nicht langweilig und unlesbar zu machen. Daher gibt es mit diesem ersten Brief aus Tanzania keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.
Allerdings enthält er viele Dinge, die mich beschäftigt haben sowie immer noch beschäftigen. Ich hoffe, dass mir bis zum zweiten Brief (dann schon zur Halbzeit) in dieser Hinsicht etwas mehr kreatives einfällt.
Trotz dieser kleinen planerischen Mängel, verbunden mit der beschwerlichen Umsetzung aufgrund der schlechten Computerinfrastruktur, hoffe ich, dass der Bericht dem Informationsbedürfnis seiner Empfänger gerecht wird.
Viel Vergnügen bei der Lektüre wünsche ich. Weiterlesen »
Jan 19
Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde, die Zeit vergeht zu schnell. Ich habe doch erst vor Kurzem einen neuen Artikel verfasst und plötzlich ist dieser auch schon wieder einen Monat alt. Dabei bin ich nicht einmal faul – nein, es fehlt einfach an der Zeit. Ich habe sie mir jetzt, anders geht es ja nicht, einfach genommen.
Über Weihnachten und die umliegenden Feiertage kann und will ich im Moment nicht so viel schreiben. Letztlich war besonders Heiligabend mit den anderen Volunteers bei uns zu hause sehr schön. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, wirklich Weihnachten zu feiern. Also hatte ich am 24. eine tolle Party mit bestem Essen (Kartoffelsalat mit Würstchen, Milchreis, …) und gutem Trinken und tollen Leuten bis morgens um fünf. Aber ich hatte kein Weihnachten. Dazu war es einfach zu anderes, zu warm, zu unbesinnlich. Es ist aber auch nicht so schlimm, ein Jahr mal kein Weihnachten zu haben. Die Chance habe ich ja – so God wishes, wie man hier sagt – schon noch mal.
Vielmehr will ich über diesen Januar schreiben, der in vielerlei Hinsicht einige extreme Erfahrungen bereit gehalten hat. Damit die Stimmung nicht aus Versehen in eine Richtung abkippt, mit einem gewissen Wechsel von netten und weniger netten Dingen.
Der Extremmonat Januar startete unschön. Ich war ziemlich kaputt, verschnupft, müde und nach drei merh als Monaten in Tanzania und durchgehendem Arbeiten ordentlich ausgepowert. Ganz klar eine eher wenig erbauliche Phase, in der ich mich lieber daheim mit (verspäteter) Weihnachtspost befasst habe. Insgesamt war aber klar: eine Pause muss dringend her. Keine Arbeit und möglichst raus aus der Stadt. Als im Volunteerteam ungefragt für Reiseangelegenheiten und -beratung aufgrund des Studiums sämtlicher verfügbarer Travelguides verantwortlicher, regte ich ein verlängertes Ferienwochenende im 200 Kilometer entfernten Morogoro an.
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Sep 28
Zumindest körperlich bin ich nun also in Dar Es Salam, Tanzania. Geistig hing ich ersteinmal zwischen Hamburg und Dubai fest. Abschied nehmen ist recht hart und vor allem, nach drei Stunden Schlaf. Von daher war ich auf dem Flug auch mehr mit mir und der unten vorbeiziehenden Türkei und dem Iran beschäftigt.
Dann Dubai. Ich werde später sicher noch mal mehr dazu schreiben. Es ist überwältigend. Ein Flughafen mit 150 Gates. Dazu eine Dutyfree-Meile, die es mit jedem Shoppingcenter aufnehmen kann. Menschen ohne Ende, auch Nachts um 3. Ein Flugplan, der auf vier Monitoren gerade mal eine Stunde im voraus angezeigt
werden kann, soviele Abflüge gibt es. Wir haben uns ein Taxi gemietet und sind eine gute Stunde durch Dubai gekurvt. Anschließend war schlafen auf dem doch recht gemütlichen Teppichboden angesagt. Morgens um sechs trafen weitere Leute für Tanzania und Kenya ein.
Gegen 11 Uhr hob dann der Airbus in Richtung Tanzania ab. Bilder und weiteres werde ich auch später mal hochladen.
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