Aug 29
Nicht einmal mehr einen Monat bis zum Abflug. Noch genau 27 Tage. Der Countdown läuft …
Genug Drama, es ist Zeit für eine neuerliche Zusammenfassung der Geschehnisse des letzten Monats.
Eine unglaubliche Menge an zu erledigenden Dingen waren und sind auch noch nach wie vor zu erledigen. Allein die Globetrotterbestellung hat insgesamt drei Wochen in Anspruch genommen. Nur, um alle Dinge rauszusuchen und das nach Möglichkeit vollständig. Letztlich beläuft sich die Rechnung auf über 1.200 Euro. Jedoch sind ein ganz großer Großteil der Klamotten eh nur zur Anprobe und letztlich zum Zurückschicken.
Dazu kommen diverse weitere Bestellungen für Kamera, für Literatur, für andere Anziehsachen und etliche weitere Besorgungen.
Parallel laufen die letzten Hepatitis A und B – Impfungen, Malariaprophylaxeempfehlungsgespräche, Besuche, Rucksackauswahl und noch dies und das.
Recht konkrete Neuigkeiten gab es von VIA. Vom 10. bis zum 21. September werde ich im niedersächsischem Northeim weilen und dort mein Vorbereitungsseminar bestreiten. Anschließend geht es für rund 80 Stunden wieder nach Hause, bevor wir am 25. in Richtung Dar Es Salam starten. Alles ziemlich kurzfristig und schnell hintereinander.
Momentan weile ich gerade in Hamburg, wo ich meinen Rucksack abgeholt habe – ein Geburtstagsgeschenk meiner Eltern in Kooperation mit Familie Ross – herzlichen Dank 
Zweiter Programmpunkt ist ein erstes privates Vor-Vorbereitunsseminar. Dafür bin ich für zwei Tage bei Julius, mit dem ich nach Tansania fliegen werde.
Jun 17
Es geht los, liebe Leute.
Gestern um 21.05 Uhr kam die eMail von Peter mit der unzweideutigen Betreffzeile “Zusage Tansania”. Bisher war die Zusage ja auch schon dicht an den 100% dran, aber nun ist es offiziell von tansanianischer Seite bestätigt, dass ich ab September bei Friends of Don Bosco in Dar Es Salaam arbeiten werde. Sogar einen vorläufigen Ausreisetermin gibt es: der 20. September wird vermutlich einer der aufregendsten Tage überhaupt.
Also noch gut 3 Monate, dann könnt ihr euch erstmal von mir in Persona erholen.
Bis dahin werde ich aber noch alle Welt fleißig verrückt machen. Bis zum 30. Juni (Hi, das sind gerade mal 13 Tage) soll ich alle Unterlagen für meine Aufenthaltserlaubnis postwendend nach Lüneburg geschickt haben. Darunter so billige Dinge, wie eine Kopie meines aktuell noch gar nicht vorhandenen Reisepasses oder eine Erklärung meiner Bank, dass ich mehr als 1.000 US$ auf meinem Konto habe. Dank des schwachen Dollars sind das umgerechnet ja nur 645,87 EUR. Man wird eventuell borgen gehen müssen …
Weil’s mich so erfreut hat, diese ersten Zeilen von Peters Mail zu lesen, veröffentliche ich sie ganz dreist, damit ihr euch alle auch dran erfreuen könnt.
Lieber Jonathan,
Ich freue mich, Dir mitteilen zu können, dass Friends of Don Bosco sich entschieden haben, Dich fuer einen Dienst in der Einrichtung aufzunehmen.
Vielen Dank, Peter. Die Freude ist ganz auf meiner Seite!
Mai 14
Einiges ist in den letzten Monaten und Tagen ja schon passiert. Mein Blog startet aber erst jetzt. Nun ist natürlich die Frage: Was ist denn bisher schon geschehen?
Ich wollte ins Ausland. Möglichst in das außereuropäische und in Verbindung mit einer sinnvollen und gesellschaftlich nützlichen Tätigkeit. Das Entwicklungsministerium legte just zu dem Zeitpunkt meiner Überlegungen ein neues Projekt auf. Es trägt den sinnigen Namen weltwärts und ich wusste plötzlich, dass ich diese Möglichkeit nutzen sollte.
Die beiden größten Vorteile von weltwärts:
Zum einen ist es günstig. Wer einen Freiwilligendienst im Ausland machen möchte, musst meist eine ganze Stange selbst bezahlen, da die Projekte, wo man ja arbeitet, selber kaum finanzielle Mittel haben. Außerdem ist man ja kein professioneller Entwicklungshelfer und der Einsatz ist mit Anstrengungen für die jeweilige Aufnahmeorganisation verbunden, die einen erst einmal einweisen und betreuen muss. Verständlich, dass die einen nicht noch großartig bezahlen können. Nun fördert das Ministerium aber die weltwärts-Freiwilligen mit bis zu 520 EUR und man selbst muss nur 150 EUR pro Monat selbst bzw. über einen Förderkreis aufbringen.
Zum zweiten ist es sicher. Man ist vernünftig versichert und nur seriöse Organisationen dürfen überhaupt weltwärts-Plätze anbieten. Dazu ist eine Entsendung in ein Kriesen- oder Kriegsgebiet nicht vorgesehen. Schon beruhigend.
Ich bewarb mich also bei drei Entsendeorganisationen. Von zwei hörte ich nie wieder etwas. Aber VIA meldete sich zurück. In Form eines für mich sehr überraschenden Telefoninterviews (Ich war gerade am abwaschen …). Ich habe wohl überzeugt. Einige Zeit später erfuhr ich von Pia, dass sie ab sofort die für mich zuständige Koordinatorin sei. Von ihr erhielt ich die Homepage-Adresse der Friends of Don Bosco, bei denen ich mich bitte ebenfalls bewerben sollte. Ran ging es an Formular ausfüllen, Lebenslauf tippen und Referenzen einsammeln. Zu meiner Freude alles auf Englisch. Fertig mit dem “Schreibkram” schickte ich alles zusammen an Pia, als Mail und als ganz normalen Brief.
Wenig später wieder ein überraschender Anruf (Ich war gerade am Bretter malern …). Keine Pia, sondern Peter sprach mit mir und berichtete mir begeistert von dem Projekt in Tansania. Er kennt es ziemlich gut und plötzlich war er auch der ab jetzt für mich zuständige Koordinator. Vor allem aber motivierte er mich ungemein und versicherte mir am Ende, dass ich so gut wie genommen bin.
Seit dieser etwas inoffiziellen Zusage bereite ich mich fleißig vor. Aktuell besteht die Vorbereitung vor allem aus Literaturstudium und einem gewaltigen Berg an nachzuholenden und weiteren Impfungen.
Das ist der Status qou. Wie weiter? Wer weiß – aber sobald ich es weiß, werde ich es hier berichten.
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